
Pressemitteilung

150 Bewerbungen, 18 Expert:innen – und eine einhellige Entscheidung. Auch in dieser Saison haben sich die Fachjurys der beiden Konzeptwettbewerbe BERLIN CONTEMPORARY und STUDIO2RETAIL gemeinsam für ein vielfältiges Lineup entschieden: Insgesamt 19 Labels aus vier Kontinenten werden, unterstützt durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft Energie und Betriebe, während der kommenden Berlin Fashion Week vom 2. bis 5. Juli 2026 Modenschauen ausrichten; hinzu kommen sechs ausgezeichnete Konzepte für Studio-Events, die neben dem internationalen Fachpublikum auch die Öffentlichkeit einschließen.
"Ich bin schon seit einiger Zeit Jurymitglied und es ist schön zu sehen, wie sehr die Qualität und die Vielfalt der eingereichten Konzepte gewachsen sind", so Herbert Hofmann (Highsnobiety), der in dieser Saison abermals Teil der Fachjury in der Schauen-Kategorie BERLIN CONTEMPORARY war. Jury-Kollegin Susanna Lau (Susie Bubbles) ergänzt: "Die finale Auswahl spiegelt den Anspruch der Berlin Fashion Week wider, aufstrebende Talente mit innovativen Präsentationen zu fördern, und stärkt zudem ihren Ruf als Plattform für Designer:innen aus dem globalen Süden."
So wurden in dieser Saison neben den in Deutschland ansässigen Brands Andrej Gronau, DAGGER, Gerrit Jacob, GmbH, Haderlump Atelier Berlin, Kasia Kucharska, Laura Gerte, LUEDER, Marke, Milk of Lime, SF1OG, Selva, UNVAIN und William Fan sowie dem Label BARRAGÁN aus New York City und John Lawrence Sullivan aus Tokio drei Marken mit Hauptsitz in einem afrikanischen Land ausgezeichnet: Fruché und Orange Culture aus Nigeria und BUZIGAHILL aus Uganda.
In der Event-Kategorie STUDIO2RETAIL hat sich die zweite Jury für die Konzepte der Labels Dennis Chuene, Esther Perbandt, Ioannes, Lou de Bètoly, PLAID-À-PORTER und Richert Beil entschieden. Kirsty Keoghan (eBay), Teil der diesjährigen Jury, hebt hervor: "Ihre Arbeiten vermitteln ein echtes Gefühl der Entschlossenheit und Kreativität - Konzepte, die die Berlin Fashion Week nicht einfach nur ergänzen, sondern ihr Momentum in Bezug auf Zirkularität und Innovation sinnvoll weiterentwickeln."
Tatsächlich erfährt in beiden Kategorien die nachhaltige Ausrichtung der eingereichten Konzepte mit der kommenden Saison eine nochmal stärkere Beachtung: Nach einer Pilotphase treten die Sustainability Requirements vollends in Kraft. Dieses verbindliche Regelwerk, das in abgewandelter Form von der Copenhagen Fashion Week übernommen wurde, gilt ab Juli 2026 für alle Labels, die mit ihren Schauen und Events im offiziellen Kalender der Berlin Fashion Week gelistet werden wollen. Somit stehen die Arbeiten der Gewinner:innen nicht nur für kreative Exzellenz - sondern auch für eine verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Modeproduktion.
BERLIN CONTEMPORARY ist ein Konzeptwettbewerb, durch den 19 Labels mit jeweils 25.000 Euro zur Realisierung einer Modenschau während der Berlin Fashion Week unterstützt werden. Die Preisgelder werden durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe bereitgestellt. Dabei können neben Labels mit Hauptsitz in Deutschland auch bis zu fünf internationale Brands ausgezeichnet werden. Die am besten bewertete Marke aus einem afrikanischen Land - in dieser Saison BUZIGAHILL - wird außerdem mit Zusatzleistungen rund um Produktion, Guestmanagement und Pressearbeit unterstützt. Über die Gewinner:innen entscheidet eine unabhängige Fachjury, die sich in dieser Saison aus Christiane Arp (Fashion Council Germany), Johanna Dramé (Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft Energie und Betriebe), Herbert Hofmann (Highsnobiety), Stavros Karelis (Onassis Foundation), Susanna Lau (Susie Bubbles), Sara Sozzani Maino (Fondazione Sozzani), Eniafe Momodu (Prism Creative Limited), Irene Ojo-Felix (Models.com) und Patrick Pendiuk (Vogue Germany).
STUDIO2RETAIL ist ein Wettbewerb, bei dem sechs Konzepte für Showroom-, Pop-Up- oder Ausstellungsformate während der Berlin Fashion Week ausgezeichnet werden, die neben dem internationalen Fachpublikum auch Endkonsument:innen einbeziehen. Fünf Preisgelder in Höhe von je 5.000 Euro werden von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe bereitgestellt; ein sechstes Preisgeld - in diesem Jahr für Dennis Chuene - wird von der Berliner Sparkasse zur Verfügung gestellt. Auch in dieser Kategorie entscheidet eine unabhängige Fachjury, bestehend in dieser Saison aus Johanna Dramé (Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft Energie und Betriebe), Kerstin Geffert (Silk Relations), Sonja Hodzode (Stylist & Creative Consultant), Elliot Hoste (Dazed), Jasmina & David (JasminaTV), Kirsty Keoghan (eBay), Scott Lipinski (Fashion Council Germany), Ann-Kathrin Riedl (Fräulein Magazine) und Nina Trippel (Cee Cee Creative).
